Die Spuren

Einige Spuren führen weit in die Vergangenheit, andere zeigen, wie Isabella dorthin gelangt.
Es geht um Orte und die Details der Rolleiflex, mit der Isabella durch die Zeit springt.

Die Rolleilex Automat

Die Rolleiflex ist eine berühmte Zweiaugenkamera. Sie wurde ab 1929 von der Firma Franke & Heidecke (später Rollei) produziert. Die beiden übereinander positionierten Linsen bilden das charakteristische Erscheinungsbild.
Das obere Objektiv ist für den Lichtschachtsucher, das untere für die Belichtung des Filmes. Die Kamera wurde für einen 60 x 60 mm Mittelformatrollenfilm entwickelt. Diese zweiäugigen Modelle wurden bis 1968 gefertigt.
Die in dieser Reihe von Isabella benutzte Rolleiflex-Automat wurde von 1937-1949 produziert und erfreut sich bei Sammlern großer Beliebtheit. Wie alle Kameras dieser Serie ist der Sucher aufklappbar und es wird von oben in die Kamera geschaut.

Gut erhaltene Exemplare dieser Kamera haben ihren Preis. Ein unbenutztes Modell, wie es Isabella auf der Trödel-Con für 100 € gekauft hat, ist ein Vielfaches wert. Dafür lassen sich kleine Digitalkamera-Repliken davon kaufen. Ich habe mir auch eine zugelegt.

Pharao Djoser

Djoser regierte im 27. Jahrhundert v. Chr. und war der bedeutendste König der dritten Dynastie. Er war der Erbauer der Stufenpyramide von Sakkara, der wohl ältesten monumentalen Steinpyramide Ägyptens.
Der Bau war als eine einzelne, kleinere Mastaba, der unteren Stufe, geplant. Erst mit der Hilfe Isabellas, die durch ihre Rolleiflex zu dem Bauzeitpunkt reist, kommt der Baumeister des Pharaos, Imhotep, auf die Idee, größer zu bauen. Sie erklärt kurzerhand Imhotep, wie Pyramiden aussehen.
Kaum ist sie auf der Baustelle angekommen und begegnet Djoser in einem Altarraum, hat es Isabella auch schon erwischt: Sie verguckt sich in den Pharao.
Wie es sich für eine Zeitreise gehört, bleibt es nicht bei einem historischen Flirt, die beiden werden tatsächlich ein Paar.

Lindengrün-Park

Isabella ist für die ersten Aufnahmen mit der Rolleiflex im Lindengrünpark und verbraucht dabei ihren ersten Film. Sie hat sich einen Rosenstrauch als Motiv ausgesucht. Sie notiert bei jedem Bild Blende, Belichtungszeit und Abstand zum Motiv und ist so emsig bei der Sache, dass sie nicht auf ihre Gedanken achtet.
Erst nach dem Entwickeln der Bilder, sie macht das selber, wundert sie sich, warum der Rosenbusch auf den Bildern so jung aussieht und im Hintergrund ein Flieder blüht, obwohl es Herbst ist. Wenig später findet sie in der Lokalzeitung einen Artikel über sich und versteht die Welt nicht mehr.

Die Retterin vom Lindengrün-Park
In unserer Gemeinde engagiert sich eine junge und bemerkenswerte Frau mit Herzblut für den Erhalt des kleinen Lindengrün-Parks. Isabella hat sich ehrenamtlich auf die Fahnen geschrieben, diesen wichtigen Ort der Begegnung vor der drohenden Schließung zu retten.
Der Park, Erholungsraum für Anwohner und Lebensraum für Insekten, soll Wohnungsbau weichen. Isabella hat eine Petition ins Leben gerufen und in kürzester Zeit über fünfhundert Unterschriften gesammelt.
»Der Park ist Teil unserer Gemeinschaft. Wir dürfen ihn nicht verlieren«, betont sie mit Nachdruck.
Zusätzlich organisiert sie regelmäßige Aufräumaktionen und Veranstaltungen, um das Bewusstsein für den Park zu schärfen. Ihre Initiative hat viele Nachbarn mobilisiert. Es bleibt zu hoffen, dass Isabellas unermüdlicher Einsatz Früchte trägt und unser Stadtpark in Zukunft ein Ort der Freude bleibt.
»Alternativplätze hat die Stadt«, so Isabella.