
Isabellas zweites Abenteuer, »Im Bund der zwei Seelen«, ist in die finale Phase eingetreten:
Das Manuskript ist fertig geschrieben.
Sie schließt mit den Worten:
»Ich hoffe und werde suchen.«
In den nächsten acht Wochen sitzt Isabella hibbelig da und wartet, endlich von einer Leserin oder einem Leser in die Hand genommen zu werden und zu begeistern. Die Arbeit liegt nun nicht mehr bei ihr, sondern bei mir als Autor.
Zunächst warte ich auf die Testleser und hoffe, dass der Plot genauso ankommt, wie Isi und ich das vorgesehen haben. Liebe Testleser: Bitte seid nicht zu grausam. Isabella ist da sehr empfindlich und schnell eingeschnappt.
Die Zeit bis die Testleser fertig sind, nutze ich für den letzten Feinschliff am Cover. Einige Grundelemente übernehme ich 1:1 vom ersten Teil, um den Wiedererkennungswert zu erhalten. Im Anschluss geht der, hoffentlich wenig zu überarbeitende, Text zum Korrektorat, denn Rechtschreibfehler bremsen den Lesefluss. Noch etwas komplizierter ist der Buchblock: Was es da alles zu beachten gibt, ist eine eigene Geschichte.
Warum ist das Nach dem Buch nun eigentlich schwieriger als das Schreiben selbst?
Ich habe meine Protagonistinnen ein Jahr lang begleitet, habe mich mit ihnen gefreut, geweint und gezittert. Ich kenne ihr Abenteuer, als wäre es real passiert, passagenweise ist es ihnen gelungen, dass ich einen Absatz vorher nicht wusste, was sie auf der nächsten Seite anstellen würden. Sie lebten in mir. Das sind die Folgen, wenn der Autor Pantser ist.
Jetzt sind sie flügge und werden in acht Wochen das Haus verlassen, um in die Welt hinauszugehen, ihren eigenen Weg in den Gedanken meiner hoffentlich zahlreichen Leserinnen und Leser nehmend.
Und Isabella lässt mich auch in meinen Träumen nicht in Ruhe. Sie drängt darauf, dass es weitergeht, was ich durchaus verstehe, denn eine Trilogie hat nun einmal drei Teile. Außerdem steht sie vor einer wichtigen Aufgabe. Sie muss …
Nein. Ich verrate nichts. Nur so viel: Es ist die wichtigste Aufgabe ihres Lebens.

Update vom 14.08.2026:
Die Testleserexemplare sind angekommen. Es wird ernst für Isabella, nächste Woche schauen ihr fremde Menschen über die Schulter.
Sie ist mächtig aufgeregt.